Was ist Musikwissenschaft?

Musik spricht unsere Gefühle an. Aber ohne Intellekt kann künstlerisch gestaltete Musik weder entstehen noch angemessen gehört werden. Musikwissenschaft fragt deshalb nach dem Wie und Warum „klassischer“ Musik seit dem frühen Mittelalter. Aber nicht nur Musikgeschichte und das Analysieren musikalischer Werke – alles, was mit Klängen und den Menschen, die diese Klänge erzeugen oder hören, zusammenhängt, ist für Vertreterinnen und Vertreter des gar nicht so kleinen Faches von Interesse:

Wer war Beethovens „unsterbliche Geliebte“?
Was haben Gesänge von Fussballfans mit der Oper zu tun?
Wurde Mozart wirklich vergiftet?
Warum muss Aida sterben?
Ist Musik politisch?
Wodurch wird eine Melodie „schön“?
Seit wann ist Dirigieren ein Beruf?

Berufliche Perspektiven

Die beruflichen Möglichkeiten sind so vielfältig wie das Studium: Geschäftsführerin eines Orchesters, Redaktor der Programmhefte im Konzerthaus, Journalist am Radio oder bei der Tageszeitung, Regieassistentin oder Intendantin im Opernhaus, Dozent an der Musikhochschule, Professorin an der Universität, Bibliothekar, Archivarin, Lektor im Verlag, Herausgeberin von Notenausgaben. Studium und Berufswahl verlangen Flexibilität und Eigeninitiative. Aber wer ein bisschen Durchhaltewillen aufbringt, hat trotz allem gute Chancen auf dem sich rasch verändernden Arbeitsmarkt. Und noch bessere Aussichten auf Spass an einer Arbeit, die immer wieder überraschende Einsichten ermöglicht.