Aktuell

Das Institut für Musikwissenschaft zieht um!

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Wegen des Umzugs bleibt das Institut vom 1. bis 5. Juni 2018 geschlossen.

Neu finden Sie uns ab dem 6. Juni 2018 in der Mittelstrasse 43, 3012 Bern.

Bei Fragen wenden Sie sich an info@musik.unibe.ch.

The War to End All Wars

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1914-1918: “The War to End All Wars” – Projekt “Performance und Forschung”

Das Projekt «The War to End All Wars» nimmt zum Anlass, das ein Jahrhundert verstrichen ist, seit dem der Krieg, der das Ende aller Kriege bedeuten sollte, am 11. November 1918 mit einer Einstellung der Kamphandlungen einen Abschluss fand. In diesem Seminar/Projekt geht es darum, diesen Krieg, der so vielen jungen Menschen, viele im Teenager Alter oder in den frühen Zwanzigern, das Leben gekostet, aber gleichzeitig auch die vielen kriegerischen Auseinandersetzungen des zwanzigsten Jahrhunderts, vor allem den Zweiten Weltkrieg nach sich gezogen hat, nicht einfach als Geschichte ad acta zu legen. Wir wollen aus verschiedenen fachlichen Perspektiven versuchen, den Stoff aufzuarbeiten, zu zeigen, mit welchen Mitteln Menschen zu diesem masslosen Blutvergiessen bewegt wurden, wie sie mit diesen Ereignissen umgegangen sind, als Betroffene, als Helfende, aber auch als KünsterInnen in den Bereichen Musik, Darstellende Kunst, Poesie und Literatur. Wichtig ist dabei, die Verbindung zur Gegenwart zu machen, es nicht bei einer geschichtlich abgeschlossenen Betrachtung zu belassen. Wir verfolgen unter Einbezug der beteiligten Disziplinen zwei Ziele:

  • Einerseits wollen wir interdisziplinär einen Zugang zum Phänomen des Ersten Weltkriegs finden. Diese Beschäftigung wird sich in für beteiligte Studierende in einer Forschungsarbeit ausdrücken, die in Zusammenarbeit mit den Betreuenden der beteiligten Disziplinen geleistet werden kann.
  • Die so erarbeiteten Forschungsinhalte werden in eine Bühnenschau umgesetzt, die im November 2018 der Öffentlichkeit präsentiert wird. Inhalt und Gestaltung ist ein zentraler Teil dieses Projektes.

Bei beiden Teilen, der Performance und der Forschungsarbeit geht es darum,

  • geschichtliche und sozial-historische Zusammenhänge, auch in Form von Zeitzeugnissen aus der Sicht der betroffenen Frauen und Männer, zu ergründen,
  • zeitgenössisches Bild- und Filmmaterial zusammenzutragen,
  • die populäre zeitgenössische Kultur, vor allem die Musik in den Varietés und Music Halls zu bearbeiten und für eine heutige Bühnenpraxis aufzubereiten,
  • aber auch die in den Soldatenbars und Kantinen gesungene Lieder wieder aufleben zu lassen, sowie
  • die Bewältigung des Elends und des Schreckens der Schlachtfelder mit künstlerischen Mitteln, Literatur und bildende Künste, zu ergründen.

 

Organisatorisches:

Die Vorbereitung für das Projekt, das im HS 2018 stattfinden wird, läuft bereits: Es gibt zwei übergreifende Sitzungen am 4.5. und 25.5. (jeweils 12.15-14:00) – damit dann die Recherchearbeit über die Semesterferien erfolgen kann. Die Musikwissenschaft wird etwas später einsteigen – d.h. hier ist die erste Sitzung am 25.5., und es wird noch eine weitere Sitzung geben, die dann bekannt gegeben wird. D.h. Interessierte aus der Musikwissenschaft können auch noch mit einsteigen!!!

 

Die Präsentation der Arbeit erfolgt im fachlichen Block der Musikwissenschaft (eine Sitzung an einem Freitag; Termin wird noch bekannt gegeben) im HS 2018.TeilnehmerInnen sollen darüber hinaus noch einen zweiten inhaltlichen Block aus den anderen beteiligten Fächern (neben Musikwissenschaft: Englisch, Germanistik, Geschichte, Italienische Sprachen und Literatur, Musikwissenschaft, Theaterwissenschaft) besuchen (auch jeweils freitags); gefolgt von der Bühnenpräsentation im November.

 

Die Teilnahme an dem Projekt wird mit 6 bzw. 7 ETCS-Punkten als Seminar verrechnet. Interessierte können sich anmelden bei Dr. Franz Andres Morrissey: franz.andres@ens.unibe.ch -- und bitte auch Rückmeldung an mich (britta.sweers@musik.unibe.ch).

Sounding out the Codex Buranus: Thirteenth-Century Songs from Brixen

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Freitag, 27. Juli 2018, 20 Uhr. Hofburg Brixen.

Der Codex Buranus ist eine der wohl bekanntesten Handschriften des Mittelalters — nicht nur aufgrund von Carl Orffs weithin vertrauter Neu-Vertonung einiger ihrer Texte. Trotz einer über 200-jährigen Forschungs- und Rezeptionsgeschichte bleibt die Sammlung jedoch ein Mysterium: Ihre Vielschichtigkeit — Text und Musik; geistliche und weltliche Themen; Latein und Volkssprache — hat dazu geführt, dass die Handschrift durch das Raster der modernen Wissenschaftsdisziplinen gerutscht und Gegenstand von Einzelstudien geblieben ist. Während die Entstehungszeit der Sammlung um 1230 heute als recht gesichert gilt, ist der Herkunftsort weiterhin umstritten. Die jüngere Forschung tendiert jedoch zu einem Ursprung in Südtirol, möglicherweise im Umfeld des Klosters Neustift oder der Kathedralschule zu Brixen.

 

Das Konzert vom 27. Juli ist Teil einer internationalen, interdisziplinären Tagung zum Codex Buranus. Ein Team renommierter WissenschaftlerInnen wird in diesem Rahmen die vielfältigen Fragen, welche die Sammlung aufwirft, intensiv diskutieren, um neue Forschungsprojekte zum Faszinosum Codex Buranus zu entwickeln. Essentieller Bestandteil dieser Zielsetzung ist das Konzert: Es soll die Möglichkeit bieten, auf der Tagung diskutierte Probleme zur historischen und modernen Aufführungspraxis der Lieder der Sammlung gemeinsam mit einem professionellen Ensemble auszuprobieren. Darüber hinaus erlaubt die fachkundige Moderation der KünstlerInnen dem Konzertpublikum einen einmaligen Einblick in die spannende Brixener Musikwelt des dreizehnten Jahrhunderts.

 

Grace Newcombe (Gesang und musikalische Leitung), Félix Verry (Fidel) und Maria Winter (Flöte) haben alle an der Schola Cantorum Basiliensis studiert und dort das Ensemble Rumorum (www.rumorum.com), mit welchem sie bereits an diversen Wettbewerben und Festivals teilgenommen haben, gegründet. Die Aufgabe der Schola ist sowohl die Ausbildung professioneller Musiker und Laien, wie auch die Erforschung historischer Musikpraxis. Diese Arbeit zeichnet sich durch ein Wechselspiel von Reflektieren und Experimentieren aus: Beides geschieht im aufführungspraktischen Spannungsfeld zwischen historically informed performance und einer rekonstruktiven historischen Musikpraxis.

Gefördert wird das Konzert von der Universität Bern, der Freien Universität Bozen, der schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften und der Stadt Brixen. 

SMG-Veranstaltungen

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Veranstaltungsprogramm FS 2018

Das Veranstaltungsprogramm der Schweizerischen Musikforschenden Gesellschaft, Sektion Bern für das Frühlingssemester 2018 ist jetzt verfügbar.

Semesterprogramm FS 2018