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Anselm Gerhard (Hrsg.)
Musik und Ästhetik im Berlin Moses Mendelssohns
(Wolfenbütteler Studien zur Aufklärung, 26) 1999.
XI + 261 Seiten und 4 Abbildungen
Kartoniert.
EUR 64.00
ISBN: 3-484-17525-7
 
 
 
 
Moses Mendelssohn (1729-1786) steht nicht nur für ein neues Selbstverständnis einer >aufgeklärten< jüdischen Elite, sondern auch - wie hier erstmals dokumentiert wird - für einen neuen Umgang mit "ästhetischer Bildung" und Musik: Er selbst nahm Klavierunterricht beim Bach-Schüler Kirnberger, während Sara Levy, geb. Itzig, ihren Salon zu einem Zentrum der Bach-Pflege machte und zahlreiche Berliner Juden ausgerechnet bei öffentlichen Aufführungen von Händels »Messias« und Grauns »Tod Jesu« mitwirkten. Die manifeste Bevorzugung >alter< und selbstreferentieller Musik in diesen Kreisen erlaubt die These, daß die jüdische Minderheit in Berlin der Idee einer »absoluten Musik« wesentlich den Boden bereitet hat.